Tägliche Abenteuer

Lotta und das böse, große Auto

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Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern als meine Familie mich bei meinen Geschwistern abholte. Eingekuschelt mit ihnen und nichtsahnend lag ich da und schlief tief und fest. Richtig wach wurde ich erst, als ich bei meinem Frauchen auf dem Schoß in einem großen Auto saß. Wer waren diese Menschen? Bislang hatte ich sie paar Mal schon gesehen, aber das waren doch nicht meine Geschwister? Wo sind alle hin? Ist das aller nur ein Traum? Nein. Ohjee… Panik machte sich bei mir breit. Ich fing an unruhig zu werden. Ups, da war es schon passiert. Ein strenger Geruch durchströmte das Auto. Und wir waren doch erst ein paar Minuten unterwegs.

Ich hatte ein kleines „Welpen-Paket“ und meine Mama-Decke (die übrigens heute immer noch ohne Macken existiert) dabei. Die Mama-Decke hat leider direkt bei der ersten Autofahrt zwei Ladungen … ähm… natürlich nach frischen Rosen duftendes Etwas abbekommen. Kurz vor meinem neuen Zuhause wurde es mir, wie kann es auch nur anders sein, noch übel.

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Wie ihr ja wisst, bin ich ein Bürohund. Ich bin also direkt schon ein paar Tage später mit ins Büro gefahren. Aber da war es wieder, das böse große Auto, was mich von meinen Geschwistern weggefahren hat. Einfach so. Und schon wieder… diese Panik die sich in mir breit machte. Ich fing an zu jammern, sabberte extrem und ups, da war es wieder. Dieser rosige Duft im ganzen Auto… und noch dazu kam das ganze leckere Essen wieder raus. Und wenn eh schon alles raus kam, dann ließ ich auch grad alles Flüssige raus. Ich hatte ja auch schließlich noch nicht gelernt wann und wohin ich mich erleichtern durfte.

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Die Fahrt ins Büro war nie lange. Maximal 15 Minuten. Mittags ging es dann wieder heim. Natürlich, jammernd, sabbernd und mit allem was sonst noch so dazu gehörte…

Viele Menschen rieten meiner Familie, mich langsam an das Auto zu gewöhnen. Mit viel Leckerchen. Angefangen mit Kofferraum auf, Lotta rein, Leckerchen in Lotta rein. Das sollte ständig wiederholt werden. Step by Step über Wochen. Aaaaber immer bei stehendem Auto.

So, jetzt erklärt mir mal, wie meine Familie und ich dann morgens auf die Arbeit hätten fahren sollen? Wir hatten keine Zeit dies lange zu üben. Bis meine Familie die beste Idee auf Erden für mich hatte. Sie hat sich in einem bekannten Tierfachgeschäft eine (total überteuerte) Hundebox für mich gekauft. In diese setzten sie mich im Kofferraum dann rein. So konnte ich nicht mehr nach links und rechts gucken und legte mich schnell hin, weil es ja dann echt langweilig war. Bis ich sogar einschlief. Das hat nur 2!! Tage gedauert und ich konnte entspannt Autofahren.

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Mittlerweile fahre ich mit meiner Familie lange Strecken und fühle mich in meiner kleinen Höhle im Auto wohl und sicher. Ich gucke aber auch gerne hinten raus und beobachte andere Autofahrer, die mich dann manchmal anlächeln. Das ist wie Fernsehgucken für mich. Über die anfänglichen Schwierigkeiten können wir jetzt alle herzhaft lachen.

Jetzt muss ich mich aber wieder hinlegen und schlafen, morgen früh geht es ja schließlich wieder auf die Arbeit. Mit meiner neuen Ernl-Bürohund-Tasche.

Also, haltet die Pfote hoch.

Bis bald, eure Lotta

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